Die Geschichte der SV! Agronomia Gottingensis
1867-1923:

Am 7. Dezember 1867 wurde auf Veranlassung des damaligen
Privatdozenten Dr. Drechsler der „Akademisch
landwirtschaftliche Verein gegründet. Befruchtend auf die
Tätigkeit innerhalb des Vereins wirkte die Gründung des
Verbandes A.L.V. im Jahre 1882. Wegen Mitgliedermangel
mußte man jedoch 1883/84 kurzfristig suspendieren. An der
Ehrengabe zum 80. Geburtstag des Fürsten Bismarck konnte
man dann jedoch 1895 wieder mit drei Chargierten teilnehmen.
Ein Vollwichs für die Chargierten wurde 1902 angeschafft. Das
Einpauken auf Schläger wurde im WS 1903/04 für die Aktiven
zur Pflicht. Im gleichen Zuge mussten sich Chargierte von nun
an auf Säbel einpauken. Als Wahrzeichen der Verbindung
überreichte die A.H.-schaft 1905 der Aktivitas das Wappenschild.
Um in den Genuss eines repräsentativen Domizils zu kommen,
wurde 1909 ein Hausbauverein gegründet. Im Rahmen des
Paukbetriebes wurde 1912/13 das seit 40 Jahren bestehende
Waffenschutzverhältnis mit der Burschenschaft Alemannia
erneuert. Man nannte sich jetzt Akademisch-landwirtschaftliche
Verbindung Agronomia.
Mit Beginn des 1. Weltkrieges lag das Bundesleben von 1914-18
vollkommen darnieder. Erst 1919 lebte es wieder auf und statt
der Schleife wurde das Band eingeführt. Allerdings trugen Füxe
weiterhin die Schleife. AH erhielten dagegen ein besticktes
Band. (Auch heute gibt es noch solche Bänder mit unserem
eingestickten Wahlspruch „Wie die Saat, so die Ernte!“)
Schon ein Jahr später wurde auch für die Füxe ein Fuxenband
(rot-weiß) eingeführt und man begann Vollcouleur zu tragen. Ein
weiterer Fortschritt war der Erwerb des Hauses in diesem Jahr
im Nikolausberger Weg 28/29.
Mit Einführung der Bestimmungsmensur kam es 1923 zur
Abspaltung der Agraria Göttingen.
1923-1953:

Zwei Jahre später legte man 5 Pflichtmensuren auf Schläger für
die Aktiven fest.
Ein größeres Ereignis in diesem Jahr (1925) war jedoch die
Einweihung des neuen Hauses in der Herzberger Landstraße 2.
Vor dem Zusammenschluß mit Agraria Jena und Agronomia
Lipsiensis zum Kartell akad-landw. Verbindungen
(Freundschaftsvertrag) 1931/32 fusionierte man 1927 mit
Agronomia Gießen und 1933 wandelte man sich in die
Bauernschaft Agronomia um.
Am 08.05.1935 fusionierte man mit der L.K. Borussia (ehem.
Agraren) und löste nur kurze Zeit später (am 03.11.1935) den
Bund durch BC-Beschluß auf. Im gleichen Zuge wurden alle
Mitglieder in den Hausbauverein überführt.
Zur vollständigen Liquidation des eigentlichen Bundes und des
Hausbauvereins kam es dann am 27.02.1937. Man gründete
darauf den Verein ehemaliger Agronomen und verkaufte das Haus
in der Herzberger Landstraße.
Zu ersten Ansätzen zur Wiedereröffnung des Bundes kam es
1946. Man gründete die Gesellschaft akademischer Landwirte zu
Göttingen, die sich später in Göttinger Agronomen umbenannte.
Erst 1951 konnte man eine neue Aktivitas aufbauen. An der
Universität bekam man darauf die Zulassung als studentische
Verbindung Agronomia Gottingensis und man hatte eine
Kellerkneipe im Haus der L! Gottinga im Nikolausberger Weg 25.
Ein weiteres Jahr später kam die Fusion mit Agronomia Lipsiensis
zustande und es wurde ein neuer „Hausbauverein Agronomenhaus
e.V. zu Göttingen eingerichtet. Wiederum 2 Jahre später am
24.05.1953 wurde man in den Coburger Convent aufgenommen.
1953-heute:

1957 mietete man eine Etage eines Wohnhauses in der
Merkelstraße 28 an, gefolgt vom 3 Jahre späteren Kauf des
jetzigen Verbindungshauses im Friedländer Weg 61.
Auch die Landsmannschaft „Agronomia Jenensis/Agraria Jena zu
Kiel im CC“ fusionierte nun mit unserem Bund.
1961 folgte dann die Namensänderung in L! Agronomia
Gottingensis im CC zu Göttingen und 1962 tritt die neue Satzung
der Aktivitas in Kraft. Eine neue Bundesfahne wird der Aktivitas
1966 durch die A.H.-schaft überreicht.
Nachdem nun das Jahr 1968 vorübergegangen war, kam es 1972
zum Ausschluß aus dem CC.
In Folge dessen hatte seit 1975 eine neue Satzung ihre Gültigkeit.
Mit der Aufnahme des fakultativen Fechtens 1978 erhielt man
Waffenschutz mit C! Agronomia Hallensis. Dieses
Waffenschutzverhältnis wurde jedoch 1989 wieder aufgelöst.
Durch das großzügige Vermächtnis von A.H. Prof. Herbert Morgen
konnte das Haus 1986 mit einem neuen Dach gedeckt werden.
Auf stolze 125 ½ Jahre konnte man beim 125. Stiftungsfest mit
Festkommers und Festball im SS 1992 zurückblicken.
Bis heute wurden noch viele Investitionen im und am Haus getätigt,
die es in seiner Attraktivität enorm steigerten. Heute kann unser
Bund rund 240 Mitglieder zählen, wovon ca. 200 Alte Herren und
ca. 35 Aktive und Inaktive sind.